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Vom weltweiten Kaffee-Exporteur zur Teeinsel

Die Teeinsel im Indischen Ozean

 

Sri Lanka ist ein weltweit einzigartiger Ort und wird nicht grundlos die “Teeinsel” genannt. Etwa 188.175 Hektar des Territoriums auf der Insel sind Teegärten – das entspricht annähernd der Fläche von Berlin und Hamburg zusammen! Charakteristisch für die Insel sind die verschiedenen Höhenlagen der Anbaugebiete, die sich in hoch-, mittel- und niedrig-gewachsene Teegärten unterteilen lässt. Für Chanoyu arbeiten wir nur mit den hochgewachsenen Plantagen in den Bergen zusammen, wo die Wetterbedingungen und das Terrain optimal sind, um die feinsten Teeblätter anzubauen. Aber einer der wichtigsten Gründe ist, dass Sri Lanka aufgrund seiner Topologie und der Monsun-Zyklen ein Land ist, in dem wir den größten Teil des Jahres die Teeblätter ernten können. Heutzutage hat sich Sri Lanka als der viertgrößte Teeproduzent der Welt etabliert und stellt somit ganze 6,5% der weltweiten Teeproduktion. Doch dies war nicht immer der Fall. Über 150 Jahre lang war der Inselstaat ein wichtiger Kaffeeproduzent. Was ist geschehen?

 

Kaffeeplantagen auf Ceylon

Wann genau die erste Kaffeepflanze ihren Weg auf die Insel fand, lässt sich heute schwer nachvollziehen. Im 16. Jahrhundert betrieben arabische Kaufleute einen vermehrten Handel im Indischen Ozean, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Arabica-Pflanze um das Jahr 1500 auf Sri Lanka eingeführt wurde. Über einen längeren Zeitraum blieb die neuartige Pflanze auf der Insel jedoch relativ ungenutzt, woraufhin erst im Jahre 1658 durch die Einfluss der Niederländischen Ostindien-Kompanie der wirtschaftliche Kaffeeanbau verfolgt wurde. Lange Zeit unter portugiesischer, später niederländischer und ab 1796 schließlich unter britischer Herrschaft ereilte Ceylon ein Schicksal als Kolonie europäischer Besetzung.

Bis Mitte der 1860er Jahre wuchs Ceylon zum weltgrößten Kaffeeproduzenten und bereicherte die Kolonialmacht der Briten mit Gewinnen und verhalfen ihnen dadurch zum imperialen Vorzeigeobjekt in Bezug auf den Kaffeeanbau. Doch 1869, auf einer Plantage in Madulsima, tauchten die ersten Anzeichen einer neuen Pflanzenkrankheit auf. Es dauerte etwas mehr als ein Jahrzehnt bis die Krankheit das gesamte Kaffeeimperium auf Ceylon ausgelöscht hatte. Interessanterweise hatte der Pilzbefall jedoch keine Auswirkungen auf die heimischen Teepflanzen gezeigt. Aufgrund des zunehmenden Bedarfs des Britischen Empires an Teesorten wurden die Kaffeeplantagen einfach durch Teeplantagen  ersetzt.

Wie ein Phönix aus der Asche

Sri Lanka widerfuhr nicht nur das schmerzhafte Schicksal als Kolonie, sondern auch den Verlust eines jahrhundertealten wirtschaftlichen Standbeins. Nichtsdestotrotz kämpfte sich der Inselstaat, der 1948 endlich die Unabhängigkeit erreichte, an die Spitze der Weltwirtschaft zurück. Heute produziert Sri Lanka den weltberühmten und einzigartigen Ceylon, ein Schwarztee mit einem kräftigen Charakter und einer wunderbaren bernsteinfarbenen Nuance. Wir bei Chanoyu unterstützen lokale Teeplantagen und arbeiten eng mit den Tee-Farmern zusammen, um nicht nur ein nachhaltiges Produkt zu produzieren, sondern auch für faire und sichere Arbeitsbedingungen einzustehen. Somit schmeckt unser Chanoyu Tee gleich doppelt gut!

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